Erstes med-(bar)camp für Notaufnahmen im Jahr 2018 – Zeit für Neues

Was bisher geschah, als ich mich mit Martin Pin, dem Chefarzt der Notaufnahme der Kaiserswerther Diakonie vor einigen Tagen unterhalten habe …

Martin: Und was hast Du Schönes am Wochenende vor?

Karen: Ich bin auf einem BarCamp.

Martin: Camping? Bei dem Wetter?

Karen: Nein, nein. Da wird nicht gecampt.

Martin: Aber da gibt’s dann eine Bar?

Karen: Ja. Nein. Also nicht direkt. Das hat mit einer Bar nichts zu tun.

Martin: Ha, ha, klar!

Karen: Also eigentlich ist der Name ein Gag, aus der Programmiererwelt. „Bar“ ist ein Beispielwert. Das heißt praktisch „irgendwas“. Bei BarCamps ist das so, dass jeder hinkommen kann. Und vor allem kann jeder mitmachen. Beim BarCamp gibt es keine Zuschauer, keine passiven Besucher. Jeder soll seinen Teil zum Ganzen beitragen.

Ein erster Flyerentwurf, Termin stimmt aber noch nicht ...

Ein erster Flyerentwurf, Termin stimmt aber noch nicht

Martin: Klingt anstrengend.
Karen: Ja. Nein. Das klingt immer viel dramatischer, als es ist. Beim ersten Mal war ich auch abgeschreckt. Aber in Wirklichkeit geht es auf den BarCamps total nett und entspannt zu. Und dann unterhält man sich über alles, was interessiert. Es gibt inzwischen BarCamps zu ganz vielen Bereichen wie Pflege, Healthcare und alle möglichen Dinge.

Martin: Also ihr steht zusammen und redet?
Karen: Auch. Eigentlich geht es um die „Sessions“. Die schlägt einer vor, weil er sich in einem Thema auskennt und es anderen gern vorstellen möchte oder mit uns diskutieren will oder was auch immer. Das ist dann ein bisschen wie bei einer Konferenz, nur viel offener und lockerer. Manche sagen deshalb auch „Un-Konferenz“.

Martin: Und was für „Sessions“ gibt’s da jetzt am Wochenende?
Karen: Das wird erst festgelegt, wenn alle da sind.

Martin: Du fährst da hin und weißt nicht, was passiert? Und wenn gar nichts passiert?
Karen: Da passiert jedes Mal etwas. Es gibt immer Leute, die schon Ideen mitbringen. Manchmal ergeben sich durch Gespräche weitere. Und ganz oft ist es so, dass wieder andere ganz spontan etwas anbieten. Das soll auch alles gar nicht so professionell und glattgeschliffen sein. Es kommt mehr darauf an, Wissen miteinander zu teilen und sich kennenzulernen. So in der Art.
Martin: Und abends zu feiern.
Karen: Sagen wir mal so: Die meisten sind der Idee nicht abgeneigt, auch am Abend noch miteinander zu reden.
Martin: Klingt irgendwie ziemlich nett.
Karen: Ist es auch.

Martin: Okay. Du hast mich überzeugt, wir machen das im Januar 2016 für die Notaufnahmen.
Karen: Was? Wie? Also… Ich…
Martin: Ja bitte?
Karen: Ich meinte: Klar. Gern. Warum nicht?

 

(Der Dialog ist frei gestaltet, angelehnt an die Vorlage aus dem t3n Beitrag: Wie erkläre ich ein barcamp meiner Mutter?!)

29. Oktober 2015 von Karen Jerusalem
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